Schon wieder eine Peinlichkeit!

Eines muss ich jetzt schon zum zweiten Mal feststellen: Das Leben eines Autors, hinter dem ein Verlag steht, ist wesentlich entspannter als das Dasein eines Selfpublishers, wie ich es bin. Wenn irgendetwas schief läuft, sei es, dass sich in den Buchtext Fehler eingeschlichen haben oder dass das Buch beim erstmaligen Lesen auf einmal auseinander fällt (ist mir tatsächlich schon passiert), so kann der Autor locker sagen: ” Das ist nicht meine Schuld. Wenden Sie sich mit ihrer Beschwerde bitte an den Verlag oder die Druckerei.” Schon wieder eine Peinlichkeit! weiterlesen

Letzter Aufruf zum Gewinnspiel!

Da war doch noch was! – Genau, das Gewinnspiel, das ich im April ins Leben gerufen habe.

Eigentlich hatte ich ja die Auslosung der Gewinnerinnen im Sommer geplant. Jetzt haben wir schon Herbst! Die Zeit vergeht…

Da “Elea” aber in der Zwischenzeit noch ein paar neue begeisterte Leserinnen dazu gewonnen hat, die natürlich nicht unbedingt in meinem Archiv herumstöbern, dachte ich mir, dass ich noch ein letztes Mal auf das Gewinnspiel hinweise. Die Auslosung mache ich dann Anfang Dezember, damit die glücklichen Gewinnerinnen ihren tollen Preis dann an Weihnachten in den Händen halten können.

Also wer Interesse am Gewinnspiel hat, kann mal hier nachlesen, worum es überhaupt geht.

Geändert habe ich allerdings Folgendes: Ich veröffentliche eure Kommentare mit den Namen eurer Kandidaten umgehend.

16. Schreibfortschritt-Telegramm und etwas über mich !

Hallo liebe geduldigen Leser!

Nun ist es so weit! Ich habe soeben die 600. Seite beschrieben.

Für jene, die es nicht mehr so präsent haben: Ich befinde mich in Teil III “Opfer und Qualen” bei Kapitel 8.

Ab jetzt muss ich alles vergessen, was ich bisher geschrieben habe bezüglich Eleas und Maéls Liebe. Ein neuer Abschnitt beginnt. Ich hatte es ja schon mehrfach angedeutet. Ich hoffe, dass meine doch sehr jungen schriftstellerischen Fähigkeiten genügen werden, um das angemessen aufs Papier (symbolisch gesprochen) zu bringen, was noch zum Teil halb ausgegoren in meinem Kopf steckt. 16. Schreibfortschritt-Telegramm und etwas über mich ! weiterlesen

“Immer lesen ist auch nicht gut!”

Hallo liebe  Bücherwürmer,

mit dem Titel des heutigen Posts greife ich mal einen Beitrag eines Users bei neobooks auf.  Vielleicht sollte ich noch anfügen “…und schreiben auch nicht…”. Dies würde dann speziell für mich gelten. :)

Also seitdem ich schreibe – seit genau drei Jahren – sehe ich so gut wie kein fern mehr. Ab und zu eine DVD oder mal ein Film auf Sky. Das war’s dann auch schon.

Politik und Wirtschaft interessieren mich nicht. Also sehe ich auch keine Nachrichten. Meine einzige Nachrichten-Quelle ist das Radio oder die Buschtrommeln. Stolz bin ich darauf sicherlich nicht. Es ist schon peinlich, wenn der Schwimmlehrer deines Sohnes  seinen Doktor in Geschichte und Politik macht und ständig irgendwelche politischen Witze reißt oder Anekdoten erzählt, die ich nicht verstehe… :( und dann aber so tue , dass ich sie verstehe :(“Immer lesen ist auch nicht gut!” weiterlesen

“Drei auf einen Streich!”

… soll nur heißen, dass in diesem Beitrag  drei Dinge Erwähnung finden.

Erstens:

14. Schreibfortschritt-Telegramm:

derzeitiger Stand: 534 Seiten, auf die ich wirklich stolz bin, da ich innerhalb von einer Woche knapp 30 Seiten geschafft habe.

Zweitens:

2. Appetizer (wie angekündigt, gewährt er euch einen kleinen Einblick in Eleas und Arabíns besonderer Verbundenheit):

Kapitel 2 (Teil I “Das neue Leben”)

 Wenn sie Arabín Glauben schenken durfte, dann waren schon fünf Tage vergangen, seitdem sie Maél das letzte Mal gesehen hatte – vielleicht das letzte Mal in ihrem Leben. Sie selbst hatte gänzlich das Zeitgefühl verloren. Die Vorstellung, dass ihre gemeinsamen, kaum in Worte zu fassenden Erlebnisse bei der Vereinigung ihrer Körper, möglicherweise die letzten waren, die sie mit ihm teilen durfte, ließ ihr Herz zusammen krampfen und in ihrer Kehle einen schmerzhaften Würgereiz hochkriechen, gegen den sie schon gar nicht mehr ankämpfen brauchte, da ihr Magen ohnehin kaum noch mit Essbarem versorgt wurde. Das wenige getrocknete Fleisch, das steinhart gewordene Brot und die paar Haferkekse, die Jadora ihr eingepackt hatte, hatte sie in den vergangenen Tagen so gut wie aufgebraucht. Wenn Arabín nicht gewesen wäre, hätte sie sich nur mit ein paar Schluck Wasser aus ihrem Schlauch begnügt. Appetit verspürte sie, seitdem sie wieder aus ihrem stets ungelegen kommenden Tiefschlaf erwacht war, überhaupt nicht. Und so wie es aussah würde dies sich auch nicht ändern. Aber ihr Drache Arabín – ja sie hatte tatsächlich einen Drachen an ihrer Seite, der ihren Befehlen gehorchen musste – war unerbittlich, was die Nahrungsaufnahme anging. Wieso mussten ihre Reisebegleiter sie eigentlich ständig zum Essen anhalten? Als Arabín damit begann, war sie zunächst deswegen verärgert, da er ebenso wie schon Maél und Jadora, sie wie ein Kind behandelte. Aber Arabín blieb beharrlich. Er hörte nicht auf, seine raue, fremdartige Stimme in ihrem Kopf zu erheben, ehe sie wutentbrannt etwas aß, damit sie endlich Ruhe vor ihm hatte. Als sie ihm damit drohte, dass sie ihm einfach befehlen könnte, sie nicht länger mit dem Essen zu behelligen, belehrte er sie mit seiner unermesslichen Weisheit, dass sie bei der Kälte ohne Essen und nur mit ein paar Schluck Wasser nicht lange überleben würde. Und als er sie dann noch direkt auf den Kopf zu fragte, ob es das sei, was sie wolle, nämlich sterben, erinnerte er sie noch ganz beiläufig an ihre Bestimmung.

Die Alternative, einfach vor Schwäche einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen, erschien ihr verlockender als sie vor Arabín zuzugeben bereit war. Aber diese Gedanken waren ihm ohnehin nicht verborgen geblieben. Noch verfügte sie nämlich nicht über die notwendigen Kenntnisse, ihre Gedanken vor ihm abzuschirmen. Nicht einmal zum Laufen hatte sie Lust und schon gar nicht die Kraft. Die große Leere und der anhaltende, alles verzehrende Schmerz in ihrem Innern, die die Trennung von Maél hinterlassen hatte, hatten sie zu einem antriebslosen und gleichgültigen Menschen in den vergangenen Tagen werden lassen. Insgeheim musste sie jedoch ihrem neuen Aufpasser recht geben. Sie hatte eine wichtige Aufgabe zu erfüllen – früher oder später. Ihr wäre allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt später lieber, viel später. Sie durfte nicht sterben, da sie laut der verfluchten Prophezeiung die einzige Hoffnung des Menschenvolkes im Kampf gegen die Finsternis des Bösen war. Sie musste ihre Bedürfnisse und Wünsche hinten anstellen, auch wenn ihr dies momentan unmöglich schien. Normalerweise war sie immer voller Energie, wenn sie aus ihrem Erholungsschlaf erwachte. Doch diesmal war es ganz anders. Sie war auf Arabíns Rücken mit Seilen an ihn gebunden erwacht, irgendwo im Schutze einer Gruppe von Nadelbäumen, deren Harzgeruch unverkennbar in ihre Nase drang. Dies war ihre erste Sinneswahrnehmung. Als sie nur ein paar Herzschläge später die Lider aufschlug, sah sie sich in einer rot glühenden Lichtkugel, die größer war als die, die ihre Haare immer ausstrahlten. Es war Arabíns Lichtschein bei Nacht, der natürlich aufgrund seiner Körpermasse viel größer und intensiver war. Und dann war da plötzlich die zuerst erfreuliche, doch nur wenig später niederschmetternde Erkenntnis, dass es Arabín mit ihr zusammen offenkundig gelungen war, aus der Höhle zu entkommen, bevor Darrach sie erreichen konnte. Die Tatsache, dass sie so auf Arabíns Rücken verschnürt erwacht war, ließ nur eine Antwort auf die Frage zu, wem sie dies zu verdanken hatte: Maél. Und somit drängten sich sofort die aufwühlenden Bilder ihres letzten Aufeinandertreffens vor ihr geistiges Auge, mit all ihren schmerzlichen Konsequenzen. Sie hatten sich geliebt. Zweimal. Und Maél hatte jetzt die Kontrolle über sie und Arabín, sobald sie in seine Nähe kämen. Und das Schlimmste von allem war, dass Maél wieder in der Gewalt seines jahrelangen Peinigers war, der zweifelsohne ihn wieder foltern und einen neuen Zauberbann über ihn weben würde, der höchstwahrscheinlich noch verheerender sein würde als der erste. All diese Gedanken lasteten nicht nur schwer auf ihrem Gemüt, sondern auch auf ihrem Herzen, das unter dieser Last einen unsäglichen Schmerz aussandte.

Seit Arabín mit ihr den Akrachón hinter sich gelassen hatte, hatten sie ihren gegenwärtigen Standort nicht mehr verlassen. Elea zumindest nicht. Arabín ließ sie täglich eine Weile alleine, um seinem Freiheitsdrang und seiner kaum zu bändigenden Flieglust freien Lauf zu lassen. Außerdem schien er, nach seinem hundertfünfzig Jahre währenden Schlaf – verständlicherweise – seinen nicht enden wollenden Appetit bei jedem seiner Ausflüge zu stillen. Denn jedes Mal, wenn er sich nach seiner Abwesenheit wieder neben Elea niederließ, die schon voller Ungeduld zitternd vor Kälte auf seinen, diese ungeheure Wärme ausstrahlenden Körper wartete, war seine Verdauung allem Anschein nach mit dem, was er zu sich genommen hatte, unüberhörbar überfordert. Am Anfang erschrak sie jedes Mal, wenn es in seinen Gedärmen lautstark zu rumoren begann, da die Geräusche dem Brummen eines Bären nicht unähnlich waren. Sie warf ihm dann immer einen vorwurfsvollen Blick zu, woraufhin er sich gleich in Drachenmanier in ihrem Kopf rechtfertigte.

„Entschuldige bitte, Elea, aber die ersten Happen nach hundertfünfzig Jahren liegen mir nun einmal schwer im Magen und lassen sich nicht so leicht verdauen. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis meine Verdauung wieder so richtig in Gang gekommen ist.“

Auf detailliertere Fragen bezüglich seiner Verdauung wollte Elea lieber nicht eingehen. Allerdings konnte sie sich nicht die Frage verkneifen, was er denn so verspeiste. Ungewöhnlicherweise hielt er sich, was dies betraf, sehr bedeckt.

„Ich denke, dass du das lieber nicht wissen möchtest“, war alles, was er von sich gab, woraufhin Elea mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch auf weiteres Nachhaken verzichtete und sich lieber wieder in ihren Wolfsfellumhang eingewickelt an seinen warmen Körper schmiegte, um weiterhin ihren düsteren Gedanken nachzuhängen.

Dass der Drache ihre Gedanken mitverfolgen konnte, störte sie inzwischen auch nicht mehr, da es ohnehin immer dieselben waren. Sie hoffte darauf, dass er sich aus Langeweile von ihnen irgendwann abschotten und ihnen keine Bedeutung mehr beimessen würde. Doch darauf hoffte sie vergebens. Vielmehr beschlich sie das Gefühl, dass ihn wegen ihres lethargischen Verhaltens Unmut überkam, der von Tag zu Tag augenscheinlicher wurde. Falls Drachen überhaupt in der Lage waren, ihre Stirn zu runzeln, so stand eines fest: Sollte dem nicht so sein, dann stellte Arabín eine große Ausnahme dar. Eine steile Falte beanspruchte den Platz zwischen seinen Augen und grub sich im Laufe der letzten beiden Tage immer tiefer in sie hinein. Seine tröstenden und aufmunternden Worte hörte sie immer seltener, bis sie schließlich vollends verklungen. Sie vernahm nur noch seine Stimme, wenn er sie inzwischen mit Befehlston zum Essen aufforderte, dem sie mürrisch und appetitlos nachkam.

Elea war sich im Klaren, dass etwas geschehen musste – nur dass dieses Etwas niemals von ihr ausgehen konnte, da sie viel zu erschöpft und gleichgültig war. Sie schlief fast die ganze Zeit und machte alles nur noch mechanisch, ohne Willen, ohne Protest. Sie tat einfach, was Arabín sie hieß. Lange würde sie so nicht mehr durchhalten. Aber wollte sie das überhaupt?

In einer ihrer kurzen Wachphasen, die sie meist mit geschlossenen Augen über sich ergehen ließ, spürte sie an jenem fünften Tag, dass in Arabín etwas vorging. Er hatte sich immer noch nicht in die Lüfte mit laut schlagenden Schwingen erhoben, um seiner täglichen Jagd nach der geheimnisvollen Beute nachzukommen. Ebenso wenig hatte er sie aufgefordert die letzten beiden Haferkekse zu essen. Er schien über etwas nachzugrübeln. Doch leider wusste sie nicht worüber, da sie noch nicht seine Gedanken lesen konnte, sofern er es überhaupt jemals zulassen würde.

Noch bevor Elea ihre Lider schwerfällig hob, fühlte sie bereits seinen bohrenden Blick auf ihr haften. Und dies würde ihm, in der Haltung, die er eingenommen hatte, höchstwahrscheinlich auf Dauer Nackenschmerzen einbringen. Die junge Frau lag nämlich nicht, wie in der Höhle, neben einem seiner Vorderbeine. Sie hatte es sich in einer warmen Kuhle zwischen einem seiner Hinterbeine und seinem Bauch gemütlich gemacht, sodass er seinen Kopf fast um eine halbe Drehung nach hinten wenden musste, um sie mit seinen wachen Drachenaugen zu fixieren. Und dies schien er, schon geraume Zeit zu tun. Elea hielt seinem Blick stand und wartete. Plötzlich war es soweit. Arabíns Stimme erklang unentrinnbar mit einer Kraft und Bestimmtheit in ihrem Kopf, die sie im ersten Moment zusammenzucken ließ.

„Elea, so kann es keinen Tag länger weitergehen. Ich kann verstehen, dass du über deine Trennung von Maél sehr, sehr traurig bist. Ich dachte, ich gebe dir zwei, allerhöchstens drei Tage Zeit, bis du die erste Trauer überwunden hast. Mittlerweile sind schon vier Tage verstrichen. Aber es wird nicht besser. Ich höre deine Gedanken und diese sind mit einer Düsternis behaftet, dass ich mir ernsthaft Sorgen mache, dass du dir nicht das Leben nimmst, wenn du die Gelegenheit dazu findest, falls du nicht zuvor schon verhungert bist.“

Arabín machte eine kurze Pause. Elea räusperte sich und richtete geschwächt ihren Oberkörper auf, während sie ihren Blick abwartend in seinen versinken ließ. Arabín konnte spüren, wie sie von einem Gefühl der Erleichterung und einer Erregung ergriffen wurde, die auch ihr Herz wieder schneller schlagen ließ.

„Ich habe beschlossen, dass ich dich zu Kyra und ihrer Familie bringen werde. Du musst unter Menschen, die dich lieben. Die weite Reise in den Osten können wir in deinem gegenwärtigen Zustand nicht antreten. Du musst erst wieder zu Kräften kommen und neuen Lebensmut bekommen. Ich hoffe, dass dieser Familie dies gelingen wird. Mir ist es nicht gelungen. Normalerweise sind Drache und Drachenreiter auch emotional stark miteinander verbunden, sodass der eine in Momenten der Schwäche bisher immer von der emotionalen Stärke des anderen profitieren konnte. Bei dir funktioniert dies allem Anschein nicht. Dies liegt vermutlich daran, dass du eine Farinja bist. Auch wenn das unsichtbare Band uns zu lebenslangen Gefährten macht und ich auch fühlen kann, dass du mich gern hast, wird dir diese Zuneigung nie genügen, weil du zu sehr von der menschlichen Liebe abhängig bist. Dieser Umstand wird uns in Zukunft sicherlich noch Schwierigkeiten bereiten.“

Für den Drachen völlig unerwartet ergriff Elea plötzlich ihren Rucksack und holte die letzten beiden Haferkekse hervor. Bevor sie in einen hineinbiss, sprach sie in Gedanken zu ihm, da sie zum Reden zu müde war.

„Arabín, du hast mit allem vollkommen recht. Und ich bin froh, dass du für mich jetzt in diesem Moment entschieden hast. Ich werde mich auch nicht dagegen wehren. Mir war klar, dass irgendetwas geschehen muss. Nur von mir konnte dies nicht ausgehen. Ich fühle mich so schwach, wie ich mich noch nie in meinem Leben gefühlt habe. Ich esse jetzt meine letzten beiden Haferkekse und werde mich dann irgendwie auf deinen Rücken hochschaffen. Glücklicherweise sind alle Seile noch um deinen Körper gebunden, sodass ich meine Arme und Beine einfach wieder nur darunter schieben kann. Ich habe nicht die Kraft, mich die ganze Zeit an ihnen festzuhalten.“

„Freu dich nicht zu früh! In den letzten beiden Tagen haben sie angefangen, ganz schön zu kneifen, da ich, wie du dir vorstellen kannst, an Gewicht zugelegt habe.“

Mit dieser Bemerkung entlockte der Drache ihr ein Aufstöhnen. Sie wusste nicht, ob sie sich überhaupt vom Fleck bewegen – geschweige denn diverse Knoten an seinem riesigen Körper lösen könnte, um die Seile zu lockern. Zudem überkam sie ein schlechtes Gewissen, da Arabín offensichtlich schon einige Zeit schmerzhaft eingeschnürt und auf ihre Hilfe angewiesen war, sie aber damit nicht behelligt hatte.

Sie aß, so schnell sie konnte, die Haferkekse und steckte sich anschließend etwas Schnee in den Mund, von dem eine dünne Schicht auf dem Boden lag. Dann packte sie ihren Rucksack, schulterte ihn ebenso wie ihren Bogen und Köcher und zog sich stöhnend an den Seilen hoch. Dies tat sie mit einer Schwerfälligkeit und Langsamkeit, die einer Greisin, aber nicht einer jungen Frau entsprachen. Mit ihren allerletzten Kraftreserven und unter lautem Ächzen gelang es ihr schließlich, ihre Beine und Arme unter die straffen Seile zu zwängen. Dass diese damit Gefahr liefen, taub zu werden, war ihr völlig egal. Sie wollte einfach nur ihren müden Körper ablegen und schlafen. Sobald sie das Gefühl hatte, dass sie einen sicheren Halt an Arabíns Körper gefunden hatte, ließ sie es ihn gedanklich wissen. Der Drache setzte sich sofort in seinem typischen Watschelgang in Bewegung und verließ den geschützten Ort unter den Kiefern. Er hatte kaum den freien, schneewolkenverhangenen Himmel über sich, da stieg er auch schon mit kräftigem und schnellem Flügelschlag in die Luft. Elea gelang es gerade noch, ihm ein Bild von Galen und von Duncans und Kyras Haus zu schicken. Ihre Glieder verloren schon an Spannung und wurden ganz schlaff. Der eisige Wind, der ihr wie tausend Nadeln ins Gesicht stach, nahm sie nur noch am Rande wahr. Sie kämpfte nicht mehr gegen die Klauen der Müdigkeit an, die schon längst ihren Körper umschlossen hatten und sich nun auch um ihren Geist legten. Sie ließ sich einfach fallen und vertraute auf ihren Drachen. Etwas anderes blieb ihr auch gar nicht übrig. Ohne ihn wäre sie verloren.

 

Drittens:

Ein Link zu einem Bücher-Blog, in dem “Elea” in absehbarer Zeit Gesprächsthema sein wird. Ich hoffe, im positiven Sinne. ;)

http://www.books-and-cats.de

Ich wünsche euch noch ein schönes verlängertes Wochenende bei sommerlichen Temperaturen … im Herbst!

Wie heißt es so schön? Lieber spät als nie! :)