Band 4

Mit der Veröffentlichung könnt ihr frühestens im Winter 2017/18 rechnen.

Der momentane Arbeitstitel lautet: Das Herz des Drachen.

 

Textschnipsel 1

Seine Hand glitt von ihrem Gesicht zu ihrem Hals und zog eine frostige Spur ihren nackten Arm bis zu ihrer Hand entlang, die er ebenfalls ergriff. Elea verfluchte insgeheim Valaria, weil sie ihr nicht ein Hemd mit Ärmeln, sondern nur diese eng anliegende und viel nackte Haut preisgebende Weste genäht hatte.
Sein Blick brannte sich mit einem Mal in ihren, begleitet von einem spöttischen Lächeln um seine Mundwinkel.
„Bevor ich eure Nahrung zu mir nehme, muss ich erst meinen dämonischen Hunger stillen. Ich muss dich aber warnen. Ich habe schon lange nicht mehr Emotionen durch Berührung in mich aufgenommen. Dadurch kann die Schwäche, die ich eben erwähnt habe, einer Ohnmacht gleichkommen. In der halben Ewigkeit, die ich hier erst allein, dann mit den Zwergen und später dann noch mit den Menschen und Akrachoní verbracht habe, habe ich mir die Emotionen aus der Distanz von ihnen einverleibt. Das ging, weil sie von so vielen Lebewesen auf einmal ausgingen. Jetzt, mit dir, wird alles anders sein. In meinem früheren Leben in der Welt des Lichts, also in deiner Welt, habe ich das Leben unter den Menschen genossen, nicht selten über alle Maßen. Es gab Opfer. Wenn du verstehst, was ich meine… Vorhin fragtest du mich doch, ob ich dir Schaden zufüge, wenn ich mich von deinen Empfindungen ernähre. Es war nur die halbe Wahrheit. Es kann für dich lebensbedrohlich werden, wenn ich die Kontrolle über meinen Appetit verliere. Doch dank des Umstandes, dass du eine Farinja bist, verfügst du über Emotionen mit viel gewaltiger Intensität als andere Menschen. Die sättigen mich vermutlich schneller. Dies werde ich jetzt überprüfen. Ich weiß, dass ihr Farinjas durch intensive mentale Arbeit eure Magie wirkt. Wenn du also eine Farinja der guten und schönen Gefühle bist, dann wäre es von Vorteil, wenn du deine Gedanken auf deine jüngsten Erlebnisse mit Maél lenken würdest.“
„Damit du dich so richtig satt essen kannst…“
Ein dämonisches Grinsen traf auf sie.
„Wenn du es so ausdrücken möchtest, von mir aus.“
Oh, Finlay! Wärst doch nur du mein Seelengefährte! Dann wäre so vieles einfacher. Bei dir müsste ich mir keine Sorgen machen, dass du entweder zu viel von meinem Blut trinken oder zu viele von meinen Emotionen in dich aufnehmen würdest. Aber es musste alles genauso kommen. Du wärst für M’urrok als Wirt niemals in Frage gekommen.
„Dann nimm dir, was du brauchst! Aber ich werde dir sicherlich nicht die Gefühle, die ich für Maél empfinde, zum Essen anrichten.“
Kaum hatte sie das letzte Wort ausgesprochen, schloss sie die Augen und ergab sich ihm .
„Wir werden sehen. Irgendwann bestimmt. Ich verspreche dir, dass ich die nächsten Nahrungsaufnahmen vornehmen werde, ohne dass du viel davon bemerken wirst.“

(Wie immer ohne Gewähr und unlektoriert/unkorrigiert.)

 

Textschnipsel 2

Elea wollte ihren Augen nicht trauen, als sie einen Blick durch den halbhohen Durchgang in die Höhle warf. Da Valaria die Letzte war, die in der Höhle verschwunden war, lag sie direkt hinter dem Eingang. Zwischen ihr und der Öffnung war kaum noch Platz für Navarion. Doch das war es nicht, was Elea so in Staunen versetzte. Valaria lag auf der Seite mit dem Gesicht zu ihr gewandt und hinter ihr Serleen in derselben Position. Die Kriegerin ließ tatsächlich zu, dass er einen Arm um sie legte. Die beiden schliefen noch nicht. Ihre Pupillen leuchteten ihr silbrig und hell entgegen. Elea konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

„Du brauchst gar nicht so zu grinsen. Wir müssen uns so hinlegen, damit noch genügend Platz für Navarion ist“, presste Valaria mit leichtem Missmut hervor, während Serleen Elea zuzwinkerte und sichtbar den Druck seines Armes verstärkte.
„Ja, natürlich. Schlaft gut.“
„Warte, Elea!“, hielt Valaria sie noch einmal auf. „Wenn der Dämon aufdringlich wird oder sein Verhalten dir verdächtig vorkommt, dann schrei sofort!“
„Das mache ich. Mach dir keine Sorgen! Ich bin ja nicht allein mit ihm. Jerkar und Ayana sind auch da. Und Jerkar verfügt über ein genauso gutes Gehör wie ihr.“
Elea erhob sich und drehte sich herum. Navarion stand direkt vor ihr.
„Was für einen Handel bist du mit M’urrok eingegangen, damit er seine Wache auch ernst nimmt und uns nicht den Ecrox ausliefert, falls sie auftauchen sollten?“
„Er hat dir von dem Handel erzählt?“ Der Dämon überraschte sie mit seiner Offenheit immer wieder.
„Ja. Was er allerdings beinhaltet, damit ist er nicht herausgerückt.“
„Nichts worüber du dir den Kopf zerbrechen musst.“
„Diese Antwort stellt mich alles andere als zufrieden. Im Gegenteil, sie versetzt mich in Alarmbereitschaft. Und ich bin mir sicher, dass dieser Handel meinem Sohn erst recht nicht gefallen würde.“
Der Krieger legte seine Hände wie schon so oft auf Eleas Schultern, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen.
„Navarion, nicht das, was du denkst. Und wenn es so wäre, dann wäre ich Maél so nah wie zuletzt in der Badehöhle. Es ist sein Körper. Dies müssen wir uns immer wieder vor Augen führen.“
„Ja. Trotzdem. Wir wissen beide, dass ihn die Vorstellung, du und M’urrok in seinem Körper … ihr beide vereint, ziemlich zugesetzt hat.“
„Navarion“, wisperte Elea, sie war sich ziemlich sicher, dass M’urrok, der nur ein paar Schritte von ihnen entfernt an einem kleinen Felsen angelehnt saß, sie verstehen konnte, und das wollte sie auch, „ich kann auf Maéls Wünsche keine Rücksicht nehmen. Ich weiß, es muss für dich als seinen Vater schrecklich klingen, aber ich muss mein Leben nun ohne ihn weiterleben und das Beste daraus machen. M’urrok ist jetzt mein Verbündeter. Ich muss mich mit ihm arrangieren. Ich brauche ihn und … er braucht mich.“
„Und genau Letzteres bereitet mir Unbehagen. Er will etwas von dir, was ihm nicht zusteht und was du ihm nur widerwillig geben wirst. Deine Erinnerungen an Maél und deine Liebe zu ihm. Ist es nicht das, was er von dir bekommt, wenn er jetzt hier über uns wacht?“
„Ja. Irgendwann muss ich es ihm ohnehin geben. Was macht es da für einen Unterschied, wenn es früher sein wird, als ich ursprünglich vorhatte. Ich gewöhne mich allmählich an ihn. Es ist zwar ein langsamer Prozess, aber ich komme klar damit. Vielleicht erreiche ich irgendwann den Zustand, in dem ich gar keinen Unterschied mehr zwischen den beiden wahrnehme.“
In Navarions Miene gaben sich Entsetzen und Unglauben die Hand. In dem Moment, als er den Mund öffnete, um zweifelsohne einen Widerspruch kundzutun, schüttelte Elea kaum merklich den Kopf. Zusätzlich gab sie ihm mit einem Blick zu verstehen, dass er es auf sich beruhen lassen sollte. Sie legte ihre Hände auf seine, drückte sie leicht und nahm sie dann von ihren Schultern.
„Geh jetzt zu den anderen! Du bist erschöpft und hast dir den Schlaf verdient, mehr als alle anderen, weil du Ayana getragen hast. Und mach dir keine Sorgen! M’urrok passt auf uns auf. Du magst ihm nicht glauben. Mir kannst du es aber.“
Elea hatte es nicht geplant. Es war eine spontane Reaktion, die aus einem plötzlichen Bedürfnis heraus geboren wurde. Sie streckte ihre Arme aus, ergriff seine Oberarme, zog ihn etwas zu sich hinunter und platzierte einen zarten, flüchtigen Kuss auf seine Wange. Bei dieser Berührung fühlte sie sich Maél näher, als wenn M’urrok sie berührte. Navarion verkörperte für sie mehr Maél als Maéls Körper, in dem der Dämon hauste. Elea hätte ewig so verharren können. In Navarions Nähe verspürte sie nahezu dasselbe Gefühl von Geborgensein wie bei Maél. Sie hielt den Körperkontakt mit ihm jedoch nur für einen kurzen Augenblick aufrecht, um bei M’urrok kein Misstrauen zu erregen. Kaum hatte sie seine Arme wieder losgelassen und sich ohne ein weiteres Wort von ihm abgewandt, ging sie zu M’urrok, sich für die nächste, wesentlich unangenehmere Unterhaltung wappnend.

(Wie immer unkorrigiert und unlektoriert.)

 

Textschnipsel 3


Es entstand ein Schweigen, in dem jeder scheinbar seinen eigenen Gedanken nachhing. Ayana hatte in der Zwischenzeit ihre beiden Zöpfe geöffnet und kämmte ihr langes, glattes Haar. Ihre gleichmäßige Bewegungen, mit denen sie ihr Haar pflegte, hatten etwas so beruhigendes an sich, dass Elea gar nicht bemerkte, dass das Blatt mit ihrem Essen mit einem Mal leer war. Keona, die sich überhaupt nicht an dem Gespräch beteiligt hatte, lag ausgestreckt auf einem der Belokfelle, die auf dem Boden ausgebreitet waren, und schien zu schlafen. Elea war sich aber ziemlich sicher, dass sie die Unterhaltung still mitverfolgt hatte. Plötzlich stand Valaria auf, ging zu dem Durchgang und warf einen Blick in die Höhle der Männer. Kurz darauf setzte sie sich wieder zu den anderen.
„Du wolltest mit mir reden. Worüber denn?“, ergriff Elea die Initiative.
„Das weißt du ganz genau. Tu nicht so, als ob du nicht wüsstest, was mich außer diesem verfluchten Dämon im Moment so beschäftigt. Seit wann, weißt du es?“
„Meinst du die Sache mit Serleen und dir?“
„Was heißt hier mit mir? Mit mir ist gar nichts. Er ist offensichtlich derjenige von uns beiden, der mehr als nur Freundschaft in unserer … Beziehung sieht.“
„Ehrlich gesagt, war es Navarion, der mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass Serleen mehr als nur Freundschaft für dich empfindet. Eigentlich hätte ich es schon vor ihm bemerken müssen. Aber ich war so mit mir und meinen neuen aufkeimenden Gefühlen für Maél beschäftigt, dass ich allem um mich herum kaum Beachtung geschenkt habe, erst recht den Gefühlen anderer, weil meine so stark waren. Er mag dich, Valaria, sehr sogar. Aber wundert dich das? Wie lange ist Dorumbar schon nicht mehr am Leben? Eine Zeitspanne, die sich hier in Teneviola nicht messen lässt, aber ihr empfindet sie als eine Ewigkeit.“
„Er ist so ganz anders als Dorumbar. Dorumbar war, wie ich es jetzt bin. In unserem alten Leben im Akrachón war ich nicht so, wie du mich kennst. Das Leben hier hat mich zu einer rebellischen, ständig unzufriedenen und rastlosen Kriegerin gemacht, die viel wagemutiger ist als es ihr guttut.“
„Ich weiß. Serleen hat es mir erzählt. Und wenn ich jetzt so zurückdenke, so hat er dich eigentlich immer in Schutz genommen und eine Entschuldigung für dein häufig ruppiges und unangemessenes Verhalten gefunden. Und was dein Wagemut anbelangt… Wenn du ihn nicht hättest, dann wäre ich inzwischen tot, weil niemand Maél daran gehindert hätte, mich zu töten.“
„An mir ist nichts Liebenswertes. Sieh mich an! Während alle Frauen ihre Weiblichkeit bewahrt haben, sind an mir nur noch die Dinge vorhanden, die mir von der Natur gegeben sind.“
„Abgesehen davon, dass du mit Sicherheit ausgeprägtere weibliche Rundungen hast als ich, hast du zweifellos Charakterzüge an dir, die den einen oder anderen Mann zur Weißglut treiben. Aber solche Eigenschaften besitze ich auch. Du siehst, so unähnlich sind wir uns nicht. Gut, du bist im Zweikampf mit dem Schwert oder auch ohne genauso stark wie ein Mann und verfügst auch über mehr Muskeln als ich. Du hast auch eine tiefere Stimme als Frauen für gewöhnlich haben. Dennoch bist du eine Frau. Und Serleen ist dies durchaus bewusst. Er sieht dich tagein, tagaus oder wie auch immer man es hier in Teneviola nennt. Hier gibt es ja keine Tage. Ihr seid Jagd- und Kampfgefährten. Ihr habt euch bestimmt schon mehr als einmal gegenseitig das Leben gerettet. Ihr verbringt sehr viel Zeit miteinander. Im Grunde genommen lebt ihr ja auch fast wie ein Paar zusammen, wenn man mal von dieser einen Sache absieht. Hatte er jemals eine Partnerin, mit der er längere Zeit zusammengelebt hat?“
Valaria sah nachdenklich zu Keona, die mit einem Mal nicht mehr lag, sondern mit aufgerichtetem Oberkörper und erstaunlich munter in die Runde sah.
„In unserem alten Leben hatte er keine Frau. Und seitdem wir uns vom Eisernen Berg getrennt haben, auch nicht. Er hatte ab und zu lockere Verbindungen mit den Menschenfrauen oder Halbbluten.“
„Er hat noch nie offen Interesse für uns Akrachoní-Frauen bekundet“, warf Keona schließlich noch ein. „Aber wenn du mich fragst, hat er schon immer eine Schwäche für dich. Schon zu der Zeit, als du mit Dorumbar zusammen warst.“
Valaria sah Keona an, als würde ihr gerade ein Horn aus der Stirn wachsen.
„Was glaubst wohl, warum er freiwillig dein Jagdgefährte ist? Sicherlich nicht, weil du so gut mit deiner Steinschleuder umgehen kannst.“
Valaria atmete tief ein und ließ die Luft laut aus ihrem Mund entweichen. „Ehrlich gesagt, dachte ich, dass das genau der Grund dafür ist.“
„Du bist von uns Frauen die beste Kämpferin. Selbst Navarion hast du schon einmal in die Bredouille gebracht. Serleen bewundert dich und deine Fähigkeiten. Er hat dich oft beobachtet, wenn dir Navarion Sonderunterricht gegeben hat.“
„Jedem ist es offenbar aufgefallen, nur mir nicht.“
Elea nahm ihre viel größere, schwielige Hand in ihre.
„Habt ihr schon miteinander darüber gesprochen?“
„Nein! Bei Barog! Ich werde mich hüten. Und er, er hat auch noch nichts gesagt. Er wirft mir nur immer diese Blicke zu, bei denen ich das Gefühl habe, dass er am liebsten in mich rein kriechen würde.“
„Er hat schon oft genug dir gegenüber Andeutungen gemacht. Er will dich aus der Reserve locken. Einerseits will er dich nicht überfordern. Andererseits hat er wahrscheinlich Angst, dass du ihn sofort abweist, wenn er dich direkt darauf anspricht. Er kennt dich, wahrscheinlich besser als jeder andere, mit Ausnahme von Navarion vielleicht“, redete Elea eindringlich auf sie ein.
„Meine Güte! Er ist immer so rücksichtsvoll, so vernünftig und sanftmütig, genau das Gegenteil von Dorumbar.“
„Du hast ihn doch auch gern, oder etwa nicht?“
„Ja, schon, aber… Ich bin nie soweit gegangen in ihm mehr als einen Jagdgefährten oder Freund zu sehen. Und überhaupt, ich habe mir nie irgendwelche Chancen ausgerechnet, von unseren Männern als Gefährtin ausgewählt zu werden, nachdem ich mich so verändert habe.“
„Falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte, Valaria, wir Frauen sind stark in der Minderheit. Es sind inzwischen nicht mehr die Männer, die sich die Frauen aussuchen, sondern wir“, belehrte Keona sie.
„Gib ihm, gib dir, gib euch eine Chance. Du musst auch gar nicht mit ihm darüber reden, wenn es dir unangenehm ist. Erinnere dich einfach daran, wie du früher warst und wie du dich in gewissen Situationen verhalten hast. Sei einfach wieder mehr Frau und dafür weniger Kriegerin. Dann kommt alles von ganz allein. Ich bin mir sicher, wenn Navarion dir einen anderen Jagdgefährten zuweisen würde, dann wäre Serleen todunglücklich darüber, auch wenn er sich immer über deinen Wagemut beschwert. So kann er auf dich aufpassen, dich beschützen und hat einen plausiblen Grund, in deiner Nähe zu sein.“
„Meinst du wirklich?“
„Ja.“
„Jaaaa“, kam auch noch von Keona, die sich schon wieder auf dem Fell mit dem Rücken zu den anderen auf die Seite gelegt hatte.
„Du wirst sehen, wenn er spürt, dass du nicht mehr die widerspenstige und unnahbare Kriegerin bist, dann werden sich eure Gesprächsthemen nicht mehr nur um die Goujakfelder, die Beloks, die Blitzstürme oder andere teneviolanische Gegebenheiten drehen, die euch das Leben schwermachen. Am besten beginnst du damit, ihn nicht mehr als deinen Jagdgefährten zu betrachten, sondern als einen Mann, der höchstwahrscheinlich all die unzähligen Jahre seine Zuneigung für dich geheim gehalten hat warum auch immer. Wenn du dir vielleicht auch nicht wie die anderen Frauen ein Kind wünschst, dann liegt dir doch sicherlich etwas daran, etwas an diesem monotonen Leben zu ändern, etwas mehr Schwung hineinzubringen. Am besten geht das mit Liebe, wenn du mich fragst. Deine Lage kann noch so aussichtslos sein, der Abgrund, der sich vor dir auftut noch so tief und finster, aber wenn du liebst und geliebt wirst, dann ist da Hoffnung und ein Lichtschimmer.“
(Wie immer noch nicht end-korrigiert und ohne Fine-Tuning.)

 

Textschnipsel 4

Nach langem Zureden war es ihm endlich gelungen, sie dazu zu bewegen, sich neben ihn auf seine Schlafstatt zu setzen. Nun saß sie da, mit verschränkten Armen, was weniger ihre gewohnte Aufsässigkeit und Sturheit zum Ausdruck brachte, als viel mehr danach aussah, als wollte sie sich vor körperlichen Annäherungen von ihm schützen. Serleen betrachtete unter dem immer noch anhaltenden Schweigen ihr Profil. Sie sah natürlich nicht zu ihm, sondern auf die leere Wand gegenüber. Sie war mehr als angespannt. Dies konnte er ihren harten Zügen entnehmen. Unwillkürlich erinnerte er sich an die Ruhephase in der winzigen Höhle, in der sie kaum Platz hatten. Aus diesem Grund waren sie glücklicherweise gezwungen gewesen, so nahe aneinanderzurücken, dass er sich komplett an sie schmiegen und sogar seinen Arm um sie legen konnte, ohne dass sie ihn mit dem Schwert wegen dieser Nähe zu einem Zweikampf herausgefordert hatte. Während sie schlief, fühlte sie sich so weich und anschmiegsam an. Ihre Muskeln schliefen ebenso wie ihr Geist. Bis tief in seine Lungen inhalierte er ihren so eigenen Duft, den er so sehr liebte und den er unter Hunderten von Düften erkannte. Er hatte es sogar gewagt, über ihren Arm zu streichen und im Anschluss ihre Hand in seine zu nehmen. Erst dann war er mit immer noch klopfendem Herzen eingeschlafen.
„Willst du jetzt nicht endlich sagen, was du zu sagen hast?“, störte sie ihn in einer seiner schönsten Erinnerungen, die er seit einer Ewigkeit hatte. „Warum bin ich hier?“
Wie sollte er nur anfangen? Kurzerhand stand er auf und baute sich vor ihr auf, um ihr in die Augen sehen zu können. „Dafür gibt es mehrere Gründe.“
Ungläubig sah sie ihn an. Wenn er nicht selbst so aufgeregt gewesen wäre, hätte er sie mit einem amüsiertem Grinsen und bedeutsam hochgezogenen Augenbrauen beglückt. Er wusste, dass sie sein Herz genauso gegen seinen Brustkorb trommeln hörte wie er ihres.
„Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, ob du Elea auf die andere Seite des Portals begleiten willst? Also ich schon. Und ich muss sagen, so schwer es mir fallen würde, Navarion zu verlassen, es reizt mich. Nein, das trifft es nicht ganz. Ich vermisse unsere alte Heimat und unser altes Leben. Ich habe die Nase gestrichen voll von Teneviola. Es gibt hier nichts, was mich hält, sofern du dich dazu entschließen würdest, hier zu bleiben. Auch wenn wir an den Akrachón gebunden sind, sehne ich die Sonne und die Jahreszeiten herbei. Außerdem will ich endlich auch alt werden und das am liebsten zusammen mit dir.“
Serleen machte eine Pause, um Valaria Zeit zu geben, seine direkten Worte auf sich wirken zu lassen. Nachdem sie ihm eine Weile mit einem Ausdruck angesehen hatte, als zweifelte sie an der Aufrichtigkeit und dem Ernst, mit dem er zu ihr gesprochen hatte, sah sie in einer typisch weiblichen Geste unsicher auf ihre Hände, die sich inzwischen gefaltet auf ihrem Schoß befanden.
„Du wirst die Antwort dort nicht finden. Sieh mich an!“, forderte er sie nach einer erneuten Weile des Schweigens sanft auf. Der ängstliche Blick, mit dem sie zu ihm aufsah, bewog ihn augenblicklich dazu, sich vor ihr auf ein Knie niederzulassen und ihre Hände in seine zu nehmen, die sie ihm erstaunlicherweise nicht entzog. Er wusste, dass es riskant war, sich ihr gleich so schnell zu nähern, aber er konnte nicht anders.
„Warum ich? Du könntest fast jede von uns haben. Warum ausgerechnet ich?“
„Weil ich dich schon immer will. Ich habe dich und Dorumbar gesehen. Wie glücklich ihr wart. Ich weiß, dass du ihn geliebt hast und er dich. Das hat jeder gesehen. Warum sollte ich mich dazwischen drängen? Aber nun ist so viel Zeit vergangen, seit seinem Tod. Wir sind beide allein, aber doch nicht so richtig, weil wir ständig zusammen auf Jagd gehen oder Navarion Aufgaben für uns hat, die wir meistens zusammen erledigen. Wenn ich aufwache, bist du mein erster Gedanke. Und vor dem Schlafen auch. Ich habe immer Angst, dass du mit deiner rebellischen und taktlosen Art Ärger bekommst. Navarion kennt dich ja schon und ist sehr nachsichtig. Aber bei Lazul habe ich um dein Leben gebangt. Oder als du von den Schlangen angegriffen wurdest und ich dich mehr tot als lebendig aus dem Fluss gefischt habe. Ich dachte, du seist gestorben. Und das wärst du auch, wäre Elea nicht gewesen. Ich kann es nicht ertragen, wenn Navarion uns trennt, weil er einem von uns einen besonderen Auftrag erteilt. Eben, bevor ich angefangen habe zu reden, habe ich in der schönsten Erinnerung seit wer weiß wie lange geschwelgt. Weißt du in welcher?“
Valaria schüttelte den Kopf.
„In der kleinen Höhle, in der wir alle mehr oder weniger Körper an Körper lagen, da ist einer meiner langersehnten Wünsche in Erfüllung gegangen: dich im Arm halten zu dürfen.“
Ihr tief in die Augen sehend, führte er eine ihrer Hände zu seinem Mund.
„Was tust du da?“, fragte sie fast schon panisch, während sie ihre Hand zurückziehen wollte, er es jedoch nicht zuließ.
„Wonach sieht es denn aus?! Ich wollte deine Hand küssen.“
„So etwas hat Dorumbar nie gemacht.“
„Ich bin ja auch nicht Dorumbar, sondern Serleen. Du musst damit aufhören, mich mit ihm zu vergleichen. Du hattest eine wunderschöne Zeit mit ihm, ohne Zweifel. Aber was spricht dagegen, dass du eine solche auch mit einem anderen Mann erlebst, auf andere Weise und mit mir. Und dass es ganz anders werden wird, ist doch nur natürlich und auch gut so. Du bist auch nicht mehr die Akrachoní, die du warst, als Dorumbar gelebt hat. Ich weiß, dass ich dich glücklich machen kann. Du musst es nur zulassen. Ich finde, wir haben es beide verdient nach so langer Zeit wieder so etwas wie Glück zu empfinden. Du bist ebenfalls in der Lage, mich glücklich zu machen, noch mehr als du es im Moment schon tust.“
„Ich mache dich glücklich, jetzt schon, ohne dass wir … Gefährten sind.“
„Ja“, sagte er nickend mit einem frechen Grinsen um seine Mundwinkel. „Immer wenn ich dich ansehe. Darf ich dir jetzt einen Kuss auf deine Hand geben? Ich verspreche dir, dass ich dir nicht näher kommen werde. Nur dieser eine Kuss.“
Sie zögerte einen Moment und forschte in seinen Augen nach Anzeichen von Lüge ode Wahrheit. Aber alles, was sie sah, war aufrichtige Zuneigung.
„In Ordnung … wenn es unbedingt sein muss.“

 

Textschnipsel 5

Sie hatten vor einer Woche Maellas ersten Geburtstag gefeiert. Obwohl sie über einen Mond zu früh auf die Welt kam, entwickelte sie sich schneller als gewöhnlich. Ihre ersten Schritte hatte sie bereits vor zwei Monden gemacht. Sie plapperte ihre eigene Sprache, die keiner verstand, und dies machte sie den ganzen Tag lang. Auch wenn keiner ihre Worte verstand, konnte sie sich relativ gut verständlich machen. Sie war wesentlich geschickter mit ihren kleinen Fingern als andere Kinder in ihrem Alter. So konnte sie schon mit Löffel ihre Mahlzeiten essen. Sie und Finlay waren ein Herz und eine Seele. Er erzählte ihr ununterbrochen von ihrer Mutter. Ebenso wurde er es nicht müde, ihr zu erklären, dass nicht er ihr Vater sei, sondern Maél. Er hatte ihr nahegebracht, dass sie ihr schwarzes Haar und ihre spitz zulaufenden Ohren von ihm geerbt hatte, während ihre grünen Augen identisch mit jenen von Elea waren. Er verstand sie von allen am besten, was aufgrund ihres besonderen Bandes nicht verwunderlich war. Arabín gegenüber zeigte sie kein bisschen Angst. Bereits als sie noch ganz klein war, hatte Finlay sie regelmäßig mit zu ihm genommen. Am liebsten hielt sie sich bei ihm auf, wenn es Nacht war. Sie liebte seine glühende Schuppenhaut. Ohne dass jemand sie darauf hingewiesen hatte – zumal Elea die Einzige war, die von Arabíns geschwächter Schuppe am Hals wusste -, hatte sie sie beim ausgiebigen Streicheln und erkunden seiner Haut gefunden. Es verging keine Begegnung zwischen den beiden, bei der sie diese Stelle nicht berührte. Sie schlief zusammen mit Finlay in einer kleinen Kammer. Versuche sie mit Kaitlyn und Louan oder bei Breanna und Albin unterzubringen, scheiterten jedes Mal. Finlay war zweifelsohne die wichtigste Person in ihrem Leben. Danach kam Arabín und dann erst Eleas Familie. Sie schlief jede Nacht in Finlays Bett auf Eleas bestickter Tunika, die diese bei ihrer Geburt getragen hatte. Es war zu einem allabendlichen Ritual vor dem Schlafen zwischen ihr und Finlay geworden, dass sie, auf die Tunika und ihre Augen zeigend, Ma-Elea sagte. Auf ihr Haar und ihre Ohren tippend, sagte sie anschließend Pa-Maél.

 

Textschnipsel 6

Herannahendes Pferdegetrappel kündigte Bowen und Lian an. Silberauge rannte neben ihnen her.
„Und wieder musste eines unserer kostbaren Pferde dran glauben“, zeterte Clait laut in Richtung der Ankömmlinge.
„Anstatt dich zu freuen, dass ich dein und unser aller Leben damit gerettet habe, siehst du wieder nur das Negative“, feuerte Bowen mit einem spöttischen Grinsen und einem Augenzwinkern zu Kellen zurück.
„Ja. Natürlich. Du bist mein Retter in der Not und mein Beschützer. Bis in den Tod werde ich dir dafür dankbar sein müssen.“
„Ja, ich bitte darum“, erwiderte Bowen, der sich bereits vom Pferd hatte gleiten lassen und von seiner Wölfin würdig begrüßt wurde, indem sie ihre Pranken auf seine Schultern ablegte und sein Gesicht ableckte.
Jeder wusste inzwischen, dass die kleinen Wortgefechte zwischen den beiden ritualisierte Neckereien waren, mit denen sie im Grunde nur zum Ausdruck brachten, dass sie die besten Freunde waren. Zudem hatten diese Schlagabtausche in dem wenig zukunftsträchtigen und gefahrvollen Leben, das sie derzeit führen mussten, einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungsfaktor.

 

Textschnipsel 7

Elea riss mit ihrer freien Hand das Tuch von ihrem Kopf. Fünf aufgeregte Atemzüge später schimmerte ein Lichtschein von derselben Farbe wie ihr leuchtendes Haar über den Felsen auf, die dem Schicksalsberg gegenüberlagen. Kurz darauf schoss auch schon Arabíns kraftvoller Körper darüber hinweg und blieb abrupt in der Luft stehen, als seine golden funkelnden Augen Eleas Gestalt entdeckten, die wie verloren im Zentrum des riesigen Kreises stand. Überraschend gemächlich setzte er seinen Flug fort. Den beiden Männern schenkte er nur flüchtig seine Aufmerksamkeit, wobei sein Blick auf M’urrok etwas länger haften blieb als auf Jerkar. Viel vorsichtiger und langsamer, als es sonst seine Art war, landete er knapp zehn Schritte von Elea entfernt auf seinen Klauen. Die junge Frau war wie mit dem Erdboden verwachsen und rührte sich keinen Fingerbreit. Arabín verharrte ebenfalls in seiner Position. Sein Brustkorb hob und senkte sich schnell und heftig. Bei jedem Ausatmen schoss Dampf aus seinen Nasenlöchern. Sein zitternder Körper war von einem Schleier heiß-feuchter Luft umgeben. Beide waren so überwältigt von dem Anblick des anderen, dass keiner in der Lage war, ein Wort gedanklich an den anderen zu richten. In dem Moment, als Elea laut aufschluchzte, brach der Bann. Sie rannte los, während Arabíns Beine regelrecht einknickten, sodass sein Bauch auf dem Boden aufschlug. Elea warf sich an seinen Hals, umschlang ihn mit beiden Armen und schmiegte ihr Gesicht an seine raue und glühende Drachenhaut. Ein tiefes Grollen rumorte in seiner Kehle und ließ ihre Hände erbeben, die darüber glitten, bis sie bei seinem Gesicht ankamen. Der Stein auf ihrer Brust pulsierte so schnell und kräftig wie noch nie. Schließlich versanken ihre Blicke ineinander. Nicht nur Elea weinte. Auch die Augen des Drachen schwammen in der kostbaren Flüssigkeit, die ihr Leben bereits zweimal gerettet hatte. Arabín war der Erste, der zum Sprechen in der Lage war: „Da siehst du, was du angerichtet hast! Ich weine wie ihr Menschen, weil die Gefühle mit mir durchgehen. Bis vor nicht einmal zwei Jahren wäre das niemals denkbar gewesen.“

7 Gedanken zu „Band 4“

  1. Wie immer wundervoll, ich kann gar nicht genug bekommen, arme Elea, aber sie ist stark und wird ihren Weg gehen, er wird zwar steinig und anstrengend sein aber er wird zu einem guten Ende führen – das hoffe ich von ganzem Herzen.

  2. Hallo liebe Christina!
    Soeben bin ich in die 2 Textschnipsel eingetaucht.
    Puhhh!Da kommt ganz schön was auf Elea und uns zu.Ich denke,für die Leserschaft wird es wirklich spannend, wenn du das Level, mit dem du da begonnen hast,beibehältst.
    Ich bewundere nach wie vor Deine enorme Phantasie. Mögen Deine Worte nicht versiegen.
    Alles Liebe
    Gabriele

    PS. :Meine Männer waren entsetzt,als sie hörten,dass Du den 4. Teil schreibst.

    1. Hallo liebe Gabriele,
      wie immer freue ich mich riesig, von dir zu lesen.
      Ja, ich bin jetzt wieder in Eleas Welt eingetaucht. Im Moment läuft es ganz gut. Bin jetzt schon auf Seite 133. Und ja, Elea wird viel mentale und psychologische Arbeit leisten müssen, um gegen M’urrok bestehen zu können.

      Laut lachen musste ich natürlich über deine Bemerkung bezüglich deiner Männer. :D Es ist immer wieder köstlich zu hören oder zu lesen, wie die “Elea-Opfer” reagieren, wenn sie hören, dass in absehbarer Zeit eine Fortsetzung ansteht.
      Existenzängste kommen auf: Oh, nein! Wir werden verhungern. Wir werden keine saubere Wäsche haben. Wir werden in unserem Dreck und in unserer Unordnung ersticken…. :D

      Deine Tochter wollte doch auch Elea lesen. Hat es ihr gefallen?

      Hast du eigentlich meinen Liebesroman gelesen? Oder ist das überhaupt nicht dein Genre? Falls doch, dann würde mich interessieren, wie es dir gefallen hat. Meine Testleser, die alle Elea kennen, haben viel von Maél und Elea in Shawn und Mia wiederentdeckt. ;)

      Ganz liebe Grüße
      Christina

  3. Meine Tochter!
    Tja, die hat sich meinen Reader gekrallt und ihn bis heute noch nicht zurückgegeben.
    Ich kann dir nicht sagen, wie sie liest, ich würde eher sagen, sie hat die ersten 3 Teile “gefressen”, denn wie würdest du es bezeichnen, wenn jemand ein nicht wirklich dünnes Buch um 18 Uhr zu lesen beginnt und
    am Morgen gähnend beim Frühstück sagt:” Fertig!”

    Sie hat alle Elea-bücher auf einen Happs gelesen und meinte:” So viel Phantasie möcht´ich auch haben!”
    Sie meinte auch, dass die Fortsetzung ruhig noch 2 Bücher sein könnten, um den Bogen wirklich bis zum Ende zu spannen, so nach dem Motto ” Wenn ich nur aufhören könnt!”.
    Deinen Liebesroman liest sie derzeit und wenn ich sehr brav bin, darf ich ihn im Anschluss lesen.

    Marlene liest sehr gerne, was früher nicht so war. Da sie eine ausgeprägte Lese – und Rechtschreibschwäche hat, war Lesen für sie bis zum 14. Lebensjahr eine Folter. Irgendwann fiel ihr ein Buch von mir in die Hände und dann hatte es geschnackelt.
    Kurz darauf kaufte sie sich den ersten Reader und ab da gabs kein Halten mehr.
    Mittlerweile nennt sie einen Kindle, einen Tolino und einen Kobo ihr eigen, aber es findet sich auch immer ein Buch in ihrer Handtasche.
    Aber nicht nur sie ist begeistert von den Phantasiegeschichten.

    Da sie ebenfalls als Pädagogin arbeitet, aber mit Schulkindern, wird sie jeden Tag von den Kindern aufgefordert, zu erzählen. Danach wird diskutiert, wie es wohl weitergehen könnte, wer böse und wer gut ist, usw.

    André Heller sang ein Lied mit der Textzeile:

    “Die wahren Abenteuer sind im Kopf und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo…”

    Wie glücklich dürfen wir uns schätzen, dass es Menschen gibt, wie Dich, die uns an ihrer Phantasie teilhaben lassen und uns auf Reisen mitnehmen.

    Danke

    Gabriele

    1. Ich glaube, die meisten Leserinnen wünschen sich, dass es mehr als vier Teile gibt. Aber ich muss gestehen, dass ich hoffe, dass es wirklich bei vieren bleiben wird. Ich schreibe schon so lange an Elea. Es muss endlich mal Schluss sein. Ich habe so viele neue Ideen im Kopf, Liebes- und Fantasygeschichten. Die will ich unbedingt zu Papier bringen.
      Oha! Deine Tochter liest also Silent Love. Da bin ich ja mal gespannt, wie es ihr gefallen hat.

      Danke für deine lieben Worte in Bezug auf meine Fantasie. Mir ist das gar nicht bewusst. Seit ich denken kann, spinne ich in meinem Kopf Geschichten, nur habe ich sie bis vor sechs Jahren nie aufgeschrieben. :D

      Ganz liebe Grüße von Edingen nach Österreich, auch an deine (leidtragende) Familie ;)

      Christina

  4. Christina,
    bitte hör auf, dich unter Druck zu setzen!
    Nichts killt die Phantasie leichter als Leistungsdruck.
    Ob du Dein Buch einen Monat früher oder später herausbringst ist doch nicht wirklich wichtig. ( Hm, für dich vielleicht schon…)

    Ich kann dich schon verstehen, dass du das Thema unbedingt abschließen willst, aber läufst du da nicht Gefahr, nur an der Oberfläche zu treiben und nicht, so wie dein Schreibstil eben ist, in die Tiefe zu gehen und einen schlüssigen Bogen zu spannen?
    Warst du bei den anderen Büchern eigentlich auch so unter Druck?
    Oder ist es, weil du dich thementechnisch schon weiterentwickelst und der 4. Teil im Grunde sich wie ein Schritt ” zurück” ( zu den Wurzeln) anfühlt?

    Deine Leserschaft wird dir mit Sicherheit auch noch länger die Treue halten.

    Liebe Grüße und schönen Muttertag
    Gabriele

    1. Liebe Gabriele,
      du brauchst dir keine Sorgen machen, dass es an Tiefe fehlen wird. Die Länge der einzelnen Kapitel spricht für sich. Manchmal denke ich, dass zu viele Gespräche und zu viel Psychologie vorhanden sind. Auch wird ein schlüssiger Bogen vorhanden sein. Ich weiß ja bereits, wie die dramaturgischen Highlights aussehen. Mir fehlt nur das, was dazwischen liegt, und die Ideen dazu kommen immer beim Schreiben. So kommt es hin und wieder zu auch für mich völlig unerwarteten Wendungen.

      Was den Druck angeht, so stehe ich bei Band 4 wohl am meisten unter Druck. Ihr alle habt Erwartungen und Hoffnungen, die erfüllt werden wollen. Mit “Teneviola” habe ich zudem die Messlatte, aus meiner Sicht, ziemlich hoch gelegt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Band toppen kann. Ich wäre schon zufrieden, wenn er genauso gut wird.

      Liebe Grüße und auch dir einen schönen Muttertag
      Christina

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Eine High-Fantasy-Tetralogie um Liebe und Hass